Auf Irrwegen

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Die Tour

Vergangenes Wochenende sollte es nach einer recht spontanen Entscheidung mal wieder in die Sächsische Schweiz gehen. Ziel war den Sonnenaufgang vom Kleinen Winterberg aus zu fotografieren. Dort ist mir vor zwei Jahren schon einmal eine sehr stimmungsvolle Aufnahme gelungen:

Kleiner Winterberg

Wir waren eine Gruppe von 5 Foto-Verrückten. Zum Glück bot sich die Möglichkeit, schon in Pirna zu übernachten, so dass wir “erst” 3:15 Uhr aufstehen mussten. Bis zum Parkplatz, von dem aus wir losgewandert sind, sind wir noch ca. 45 Minuten gefahren. Mitten in der Nacht im völliger Dunkelheit in den Wald zu laufen hat ja sowieso schon immer etwas (beeindruckendes, beängstigendes, aufregendes … sucht euch gern etwas raus) für sich. Den Weg kannten wir schon, also sind wir zügig drauflos gelaufen. Aber irgendwie war es dann doch anders. Wir sind gefühlt viel zu weit gelaufen und kamen einfach nicht zu der Abzweigung, von der aus es dann straff nach oben auf den Kleinen Winterberg geht.

Da wir ja alle schonmal da waren und den Weg so gut kannten, hatten wir natürlich kein Kartenmaterial dabei. Der nicht vorhandene Mobilfunkempfang machte es nicht besser – keine Chance eine Kartenapp vernünftig zu benutzen. Also sind wir wieder etwas zurückgelaufen und haben endlich eine Abzweigung gefunden. Die Unsicherheit war trotzdem groß und irgendwie kam der Weg uns allen auch nicht wirklich bekannt vor. Da wir mittlerweile ohnehin viel zu viel Zeit verloren hatten, um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu stehen, haben wir es weiter versucht. Der Weg ging recht steil nach oben, teilweise mussten wir schon klettern, was richtig anstrengend war. Oben angekommen, waren wir ziemlich durch.

Aber zumindest kam uns nach etwas Orientierung die Umgebung nun wieder bekannt vor. Wir mussten nur noch einige hundert Meter einen Pfad folgen, um auf dem geplanten Aussichtspunkt des Kleinen Winterberg zu stehen. Zumindest war das die Annahmen. Aber auch der Weg zog sich dann länger als erwartet. Da es für den Sonnenaufgang ohnehin viel zu spät war, haben wir an einer Weggabelung eine kleine Rast gemacht. Dabei haben wir tatsächlich einen Wanderer gewecht, welcher unter einem Felstor im Wald übernachtet hat. Er war “etwas” besser vorbereitet als wir und wusste natürlich genau, wo wir uns befinden: Weit entfernt vom Kleinen Winterberg!

Wenigstens kannten wir nun den Rückweg, den uns der Wanderer beschrieben hat. Da ziemlich viel Nebel herrschte, waren wir auch nicht zu traurig, dass wir den Sonnenaufgang nicht geschafft haben. Wir wollten nun die Nebelstimmung im Wald nutzen und dort Aufnahmen machen. Beim Durchstreifen der Landschaft sind wir dann auf einen wunderschönen Aussichtspunkt gestoßen. Der Nebel hatte sich gelichtet, so dass nun bei schon etwas höher stehenden Sonne noch sehr schöne Aufnahmen möglich waren. Und das Beste dabei: Mit Blick auf den Kleinen Winterberg! Wie sich nach späterer Recherche herausstellte, sind wir auf den Pechofenspitzen herausgekommen. Wir waren auch sicher nicht das letzte Mal dort. Denn wir kennen ja jetzt den Weg! 😉

Die Bilder

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